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Sachbücher

Neuerscheinungen

 


Reinhard Haller - Toxisches Schweigen

Wenn das Schweigen zur Waffe wird

Schweigen kann heilsam sein in einer immer lauter werdenden Welt. Es kann auch in Beziehungen Räume für das Nicht-Sagbare öffnen. Doch Schweigen kann ebenso eine tödliche Waffe sein. Der durch seine zahlreichen Bestseller bekannte Psychiater Reinhard Haller hat in die Seelen so vieler Krimineller geblicktwie kaum ein anderer Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum. Doch er kennt auch die Realität in den ganz normalen Wohnzimmern des Landes.

Und er stellt fest: Kaum eine Waffe der psychologischen Kriegsführung ist so effektiv wie das Schweigen. Es hinterlässt das Gegenüber in Ohnmacht, erniedrigt es moralisch und fordert von ihm die unbedingte Unterwerfung. Nicht selten ist es Ursprung von Gewaltakten, für die niemand eine plausible Erklärung finden kann. Toxisches Schweigen ist die Geheimwaffe narzisstischer Manipulation, das Schwert der Stillen.

Dieses Buch macht das unsichtbare Spiel sichtbar. Es zeigt die Psychodynamik des Schweigens auf, hilft dabei, das Spiel zu durchschauen, und gibt Strategien an die Hand, um sich aus dem Klammergriff der Nicht-Kommunikation zu befreien. Eine Einladung für alle, die den stillen Kampf erkennen und gewinnen wollen.


Verlag: now                    Preis: € 22,70


Hartmut Rosa - Situationen und Konstellationen

Die Lehrerin, die Noten nicht zur Ermutigung vergeben kann, die Ärztin, die Bildschirme statt Patienten behandelt, der Schiri, dessen Augenmaß vom VAR verdrängt wird: Unmerklich verändert sich in der Gegenwartsgesellschaft der Charakter unseres Handelns. Insbesondere im Berufsleben, aber zunehmend auch in der Freizeit zeichnen uns Richtlinien und Formulare, Algorithmen und Apps die Wege zur Entscheidungsfindung minutiös vor. An die Stelle situationssensiblen Überlegens und Urteilens tritt die konstellationsbasierte Vollzugslogik der Maschinen, mit denen wir tagein, tagaus hantieren. »Stimme zu« / »Stimme nicht zu« – so werden Handelnde zu Vollziehenden.

Diese Entwicklung, sosehr sie der Gerechtigkeit und Transparenz dienen mag, hat einen hohen Preis, den Hartmut Rosa in seinem neuen Augenöffner auf anschauliche Weise beziffert. Denn wenn Ermessensspielräume verschwinden und die Kreativität menschlichen Handelns aus den alltäglichen Praxisvollzügen eliminiert wird, wächst das Gefühl der Ohnmacht. Und mit der Urteilskraft verkümmert die Handlungsenergie als solche. Doch wie können wir diesem individuellen und kollektiven Energieverlust der Gesellschaft entgegenwirken? Indem wir, so Rosa, die menschliche Handlungsfähigkeit stärken, und zwar auf allen Ebenen der sozialen Existenz.

Verlag: Suhrkamp                  Preis:  € 25,70


Barbara Blaha - Funkenschwestern

Barbara Blaha weiß, wovon sie spricht. Aufgewachsen als Kind einer Arbeiterfamilie mit vielen Geschwistern, aber wenig Geld, kennt sie das Gefühl, übersehen zu werden. Ihr feministisches Bühnenprogramm ist ein überwältigender Erfolg: Tausende haben es bereits gesehen, jede Vorstellung ist ausverkauft. Damit zeigt sie, dass Feminismus endlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.

In ihrem Buch verbindet sie persönliche Geschichten mit Zahlen, Fakten und Studien und zeigt, warum ökonomische Fragen immer auch feministische Fragen sind. Sie macht sichtbar, warum Frauen seltener führen dürfen, öfter unterbrochen und schlechter bezahlt werden, weshalb in Branchen mit hohem Frauenanteil die Löhne sinken und selbst ein Vollzeitjob nicht vor der zweiten Schicht zu Hause schützt.

Verlag: Molden        Preis: € 25,00


Ingrid Bodnig - Feindbild Frau

Gewaltdrohungen, digitale Hetzkampagnen, hämische Bildmontagen - was nach den dunklen Rändern des Internets klingt, ist für viele Politikerinnen bitterer Alltag geworden. Ingrid Brodnig legt in ihrem neuen Sachbuch schonungslos offen, wie systematische Einschüchterung Frauen aus der politischen Öffentlichkeit drängen soll und was das für unsere Demokratie bedeutet. Sie hat mit Abgeordneten und hochrangigen Politikerinnen aus Deutschland und Österreich gesprochen, dokumentiert konkrete Angriffe und analysiert, wie digitale Gewalt funktioniert - oft angeheizt durch rechte Netzwerke, die Logik von Social-Media-Plattformen und opportunistische Medienmechanismen.Doch Brodnig geht über die Analyse hinaus: Sie zeigt Wege auf, wie Betroffene sich schützen können - rechtlich, technisch, strategisch. Und sie appelliert an uns alle, als Bürgerinnen und Bürger Verantwortung zu übernehmen. Denn wer schweigt, überlässt das Wort den Lautesten.

Verlag: Brandstätter             Preis:   € 25,00


Bernhard Schlink - Gerechtigkeit

Alle wollen Gerechtigkeit - immer für sich, manchmal auch für andere, selten für alle. Aber was ist Gerechtigkeit, und wie ist sie zu haben? Bernhard Schlink bietet weder ein ideales Konzept noch eine einfache Formel. Sein Anliegen ist bescheidener. Er zeigt auf, wie wir immer wieder neu nach gerechten Lösungen suchen müssen und sie finden können. Das ist Arbeit, der Text ist eine Anleitung zur Gerechtigkeitsarbeit.

Verlag: Diogenes             Preis: € 25,70


Florian Freistetter - Die Farben des Universums

Violette Galaxien, rote Riesen und grüne Sterne: Eine Geschichte des Universums in allen FarbenWelche Farbe hat das Universum? Wer an das All denkt, stellt sich unendliche schwarze Weiten vor. Tatsächlich ist der Weltraum ein unvorstellbar buntes Kaleidoskop. Dem menschlichen Auge bleibt dieser kosmische Regenbogen allerdings verborgen - um ihn sichtbar zu machen, braucht es ausgeklügelte Teleskope und die Augen der Astronomie. Florian Freistetter weiß, wie man sie scharfstellt! Er nimmt uns mit auf eine wilde Reise durch grüne Galaxien, zu orangen Zwergen und mitten hinein in die Farbwirbel schwarzer Löcher. Was verraten violette Planeten über den Ursprung des Lebens? Warum haben rote Planeten die Menschen immer wieder zu Mythen und Geschichten inspiriert? Und was hat das Universum mit Latte Macchiato zu tun? Die bunteste Geschichte des Alls seit 13,8 Milliarden Jahren!

Verlag:  Hanser            Preis: € 24,70


Michael Lehofer - Zu viel von Allem und zu wenig vom Richtigen

Wir haben zu viel von allem und zu wenig vom Richtigen.Was, wenn hinter all unseren Rollen, Ansprüchen und Gewohnheiten ein viel größeres Selbst wartet? Und wenn das, was uns wirklich nährt, längst in uns bereitliegt?Der Psychotherapeut, Psychologe und Psychiater Michael Lehofer öffnet behutsam den Blick dafür, das Eigentliche wiederzufinden: wahre Lebendigkeit, Herzverbundenheit und Mut zur Veränderung. Mit feinem Blick, lebensklug und berührend zeigt er, warum uns Überfluss oft erschöpft und wie wir ausgerechnet im Weniger ein größeres Ja zu uns selbst entdecken.

Ein Buch zum Innehalten und Weitergehen und zum Wiederentdecken des eigenen inneren Reichtums.

Verlag: Styria            Preis: € 25,00



Tiffany Watt Smith - Gute Freundin schlecht Freundin

Jenseits von Klischee, Konkurrenz und Kitsch blickt Tiffany Watt Smith mit frischem feministischem Blick auf ein Jahrhundert weiblicher Freundschaft und Solidarität.Frauen sind in ihren Freundschaften entweder unzertrennliche Besties oder fiese Intrigantinnen, so wird es in Filmen und Serien zumindest suggeriert. Bedeutende, tiefe Bindungen traute man lange Zeit nur Männern zu. Diesem Zerrbild sagt die Emotionshistorikerin Tiffany Watt Smith den Kampf an. Dafür befragt sie Archive, die Literatur und immer wieder sich selbst. Aufrichtig berichtet sie von der Enttäuschung über Freundschaften, die sang- und klanglos enden, zeigt aber auch Gemeinschaften, in denen Freundinnen verlässlich und solidarisch füreinander da sind. Sie zeigt eindrücklich, wie komplex und vielgestaltig Freundschaften von Frauen schon waren, lange bevor sie bürgerliche Rechte besaßen. Dieses Buch erzählt auf unterhaltsame Weise davon, dass zwischen Aristoteles und den Spice Girls tatsächlich eine Revolution stattgefunden hat.

Verlag: Hanser             Preis:  € 26,80




Christoph Brandhuber - Hereinspaziert!

Prachtvolle Hotels, alte Gaststätten, legendäre Familien in Ischl


Über die Sommermonate verlagerte sich im 19. Jahrhundert das Zentrum der Habsburgermonarchie in das Salzkammergut. Nicht wenige Ischler Familien ergriffen da ihre Chance: Sie stampften Unterkünfte aus dem Boden und erdachten gewiefte Geschäftsideen für die illustre Gästeschar, die Kaiser Franz Joseph nachfolgte.
Wie wurde aus einer kleinen Poststation das erste Hotel? Wo wurde Walzerkönig Johann Strauss von der Muse geküsst? Welcher Bauer wollte dem Kaiser die Hotelrechnung ersparen? Für welchen Marketingtrick war Kaiserin Elisabeth zu haben? Wo bekamen Anton Bruckner und Franz Lehár ihre Lieblingsspeise? Und welcher Unternehmer wurde in Paris für seine schönsten Kühe ausgezeichnet?

Kurzweilig und fundiert erzählt der Historiker Christoph Brandhuber generationenübergreifende Haus- und Familiengeschichten und zeichnet ein facettenreiches Porträt – den Aufstieg Ischls und seiner Umgebung zur Tourismusregion.

Verlag: Anton Pustet                  Preis: € 32,00